OAT Mannheim

Redebeitrag zum Tag der Befreiung

Gestern haben wir gemeinsam mit der VVN-BdA Kreisvereinigung Mannheim und den Naturfreunden Mannheim am Schillerplatz den 8.Mai gefeiert.
Anbei unser Redebeitrag:


„Liebe Genossinnen und Genossen
Schön dass wir uns heute hier zusammengefunden haben, um gemeinsam den Tag der Befreiung zu verbringen. Wir treffen uns hier, um zu feiern dass vor 76 Jahren die Wehrmacht ihre bedingungslose Kapitulation eingestanden hat und somit der Nationalsozialismus ein vermeintliches Ende gefunden hat. Wie gerne würden wir hier fröhlich zusammen stehen und diesen Anlass feiern – feiern dass der Faschismus besiegt wurde und diese Ära vorbei ist. Dass dieses Grauen unserer Vergangenheit angehört und für immer vorbei ist. Und wie gerne würden wir hier zusammen stehen und in Ruhe gedenken – gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg. An die jahrelange Verfolgung von Minderheiten und Widerständigen. An die Abermillionen Toten, die im Krieg gefallen sind – durch Hunger und Krankheiten, Mord und Folter. Aber gedenken beinhaltet die Abgeschlossenheit der Grausamkeiten. Und wenn wir nur feiern und gedenken wird es wieder geschehen. Daher ist unser Motto nicht feiern und gedenken – sondern erinnern – und Kämpfen!
Wir erinnern uns an die Opfer des Grauens, die Millionen gefolterten und ermordeten. Und wir erinnern uns an die Umstände durch die es erst soweit kommen konnte. Wir erinnern uns daran wie schnell es gehen kann, dass ein System sich wandelt, wenn man faschistischen Kräften auch nur einen Fußbreit Raum überlässt. Wir erinnern uns an die Mechanismen von faschistischen Systemen und die Rhetorik und und Akteure der faschistischen Epoche. Durch unsere Erinnerung erkennen wir Parallelen in die Gegenwart. Und darum kämpfen wir!
Wir kämpfen gegen die altbekannte Gefahr von Rechts aber auch gegen die Organe, die unseren Kampf behindern wollen und somit den Rechten den Rücken stärken. Wir kämpfen für unsere Freiheiten – politische und private! Wir kämpfen gegen Nazis – die nie aufgehört haben zu morden.
Wir kämpfen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung jeglicher Form.
Und wir kämpfen für eine lebenswerte Welt in der Ausgrenzung, Ausbeutung und Verfolgung der Vergangenheit angehört.
76 Jahre nach der Niederlage des Naziregimes ist Antifaschismus noch immer eine bittere Notwendigkeit!
Wir sind AntifaschistInnen und wir kämpfen gegen den Faschismus.
Deshalb: Damals wie heute! Alle zusammen gegen den Faschismus!“

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